Neben der standesamtlichen Eheschliessung wünschen sich auch viele Paare eine kirchliche Trauung. Leider sind die beiden Kirchen in Deutschland dazu nicht immer bereit, denn viele junge Menschen sind weder getauft, konfirmiert oder gefirmt, was die kirchliche Trauung nicht möglich macht.
Doch es gibt Alternativen dazu im Ausland. Eine Hochzeit in der Toskana kann eine davon sein.
Möchte das Brautpaar auch die standesamtliche Trauung in Italien vollziehen lassen, so werden auch Dokumente benötigt. Neben dem gültigen Reisepass benötigen beide Partner eine internationale Geburtsurkunde und ein Ehefähigkeitszeugnis, welches nicht älter als 6 Monate sein darf. Beide Dokumente erhält man beim zuständigen Standesamt.
War eine Frau schon einmal verheiratet, so darf sie in Italien erst getraut werden, wenn die amtliche Scheidung vor mindestens 300 Tage war. Allerdings kann man beim zuständigen Amtsgericht in Italien eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Der Trauung müssen 2 Trauzeugen beiwohnen, um die Ehe für gültig erklären zu lassen.
In Deutschland muss man bei seinem Standesamt nur die Urkunde des italienischen Standesamtes, die Reisepässe und zwei Passfotos vorlegen, damit die Ehe anerkannt werden kann. Es wird empfohlen dabei gleich ein Familienstammbuch anlegen zu lassen.
Wer in der Toskana in einer Kirche oder Kapelle heiraten will, sollte wissen, das sie dort oftmals in privaten Besitz sind. Man kann diese aber für die Hochzeit anmieten.
Für eine kirchliche Trauung benötigt man vom zuständigen Gemeindepfarrer in Deutschland eine "Überweisung zur Eheschliessung im Ausland". Die standesamtliche Zeremonie ist, durch ein Konkordat zwischen dem italienischen Staat und der katholischen Kirche, in die kirchliche Trauung integriert. In der römisch-katholischen Kirche müssen nicht beide Partner diesem Glauben angehören, um den Segen Gottes zu erhalten. Es ist also völlig ausreichend, wenn Braut oder Bräutigam dieser Kirche angehört. Ob die kirchliche Eheschliessung möglich ist, wird aber vom Pfarrer in Deutschland entschieden, welcher die Überweisung nach Italien ausstellt. Wer also kirchlich in der Toskana heiratet, kann auf die rein standesamtliche Trauung verzichten. Ist allerdings einer der beiden Partner schon einmal verheiratet gewesen und hatte dazu auch Trauung der katholischen Kirche, so wird einer zweiten kirchlichen Heirat nicht zugestimmt.
In der evangelischen Kirche ist eine Scheidung dagegen kein Hindernis. Bei beiden Kirchen sind für die Trauung zwei Trauzeugen notwendig. Gebühren muss man bei einer kirchlichen Hochzeit nicht zahlen, aber es wird eine finanzielle Zuwendung in Form einer Spende erwartet.
Auch, wenn beide Partner nicht der Kirche angehören ist eine Zeremonie in einer Kirche möglich. Allerdings muss für die Anerkennung der Ehe auch eine standesamtliche Trauung vollzogen werden.. Es besteht die Möglichkeit die Trauung von einem freien Theologen durchzuführen zu lassen. Einzigste Bedingung ist dabei, das diese Person, meist ein Mann, das Studium der Theologie abgeschlossen haben muss.
Will man die Planung für die Hochzeit in der Toskana nicht selbst übernehmen, so kann man eine Heiratsagentur beauftragen. Es gibt einige, welche sich auf Hochzeiten im Ausland spezialisiert haben. Diese achten darauf, das die Dokumente des Brautpaares vollständig sind, legen die Termine bei den Ämtern fest und bieten meist auch ein Komplettpaket an, so das die frisch vermählten gleich nach der Trauung in die Flitterwochen starten können.
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